Die Toggenburger

Die ToggenburgerGraf Kraft III. von Toggenburg (1286)

Die Toggenburger waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag in der Landschaft, die heute als «Toggenburg» ihren Namen trägt. Der Grafentitel ist seit 1209 urkundlich nachgewiesen. Stammsitz der Familie war die Alt-Toggenburg (Ruine in der Gemeinde Kirchberg, Kanton St. Gallen). Wegen der strittigen Aufteilung des Erbes der Toggenburger zwischen den eidgenössischen Orten Zürich, Schwyz und Glarus brach der sogenannte Alte Zürichkrieg aus.

 


Geschichte

Die Freiherren und späteren Grafen von Toggenburg sind seit 1044 urkundlich nachgewiesen. Der Name kommt wahrscheinlich vom alamannischen dokko, was soviel wie «der Hervorragende» bedeutet. Die Familie der Toggenburger muss schon früh Sonderrechte und bedeutenden Grundbesitz besessen haben, denn die Anlage ihrer Stammfeste, der Alt-Toggenburg im 10./11. Jahrhundert war für ihre Zeit aussergewöhnlich wehrhaft. Sie lag auf einer Anhöhe in der Nähe von Fischingen. Heute befindet sich dort die Wallfahrtskirche der Heiligen Idda von Toggenburg (St. Iddaburg). Die Burg lag im Zentrum des toggenburgischen Grundbesitzes im heutigen Alttoggenburg, Hinterthurgau und Zürcher Oberland. Eine weitere Burg der Toggenburger aus dieser Zeit ist die Lütisburg. Die Städte Lichtensteig und Wil SG sind wahrscheinlich Gründungen der Toggenburger.

Das Benediktinerkloster Fischingen, gegründet 1138, wurde von den Toggenburgern unterstützt, da sie die Vogtei über das Kloster innehielten. Die Heilige Idda von Toggenburg, die wahrscheinlich mit einem Toggenburger Grafen verheiratet war, liegt in einer Kapelle beim Kloster Fischingen begraben. Des Weiteren hielten die Toggenburger bis 1226 die Vogtei über das Kloster St. Johann im Thurtal inne. Diethelm V. stiftete schliesslich 1192 die Johanniterkommende Bubikon, wahrscheinlich nach einer Teilnahme am dritten Kreuzzug.
Seit 1209 ist der Grafentitel für Diethelm VI. (als «Graf» Diethelm I.) von Toggenburg urkundlich nachgewiesen.


Liste der Grafen seit 1209

Das ältere Wappen der Toggenburger

  • Diethelm I. († nach 1229)
  • Diethelm II. († nach 1236)
  • Kraft I. († 1253)
  • Kraft II. († 1261)
  • Friedrich II. (1249–1283)
  • Diethelm IV. (1260–1282)
  • Friedrich III. († 1303 oder 1305)
  • Friedrich IV. († 1315)
  • Kraft III. († 1339)
  • Diethelm V. († 1337)
  • Friedrich V. († 1364)
  • Friedrich VI. († 1375)
  • Diethelm VI. († 1385)
  • Donat († 1400)
  • Friedrich VII. († 1436)
  • Johann Georg († 1847

Wappen

Die Toggenburger führten zwei verschiedene Wappen. Bis 1308 wird ein Wappen verwendet, das links einen in Gold stehenden roten Löwen, rechts einen blauen halben Adler aufweist, die sich an den Schnittlinien berühren, beide bekrönt von der Adelskrone. Dieses Wappen ist unter anderem auf dem Grabstein von Diethelm V. von Toggenburg und im Stiftungsgemälde in der ehemaligen Johanniterkommende Bubikon zu sehen. Ab 1228 erscheint das bekanntere Wappen, die in Gold stehende rotbewehrte schwarze Dogge mit roter Zunge und später auch mit gelbem Stachelhalsband. Dieses Wappen ging nach 1436 auf die eigentliche Grafschaft Toggenburg über.

Graf Friedrich VII. von Toggenburg auf dem Todbett, 1436
Auf der Schattenburg bei Feldkirch erteilen Geistliche in Anwesenheit der Verwandten dem Grafen die Sterbesakramente.

Besuchen sie das Toggenburger Museum - Hier geht es zur Präsentationsseite.
 
Graf Friedrich VII. von Toggenburg (1436)
 
 

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