Museen aus Deutschland

Rosgartenmuseum Konstanz

Rosgartenmuseum

Rosgartenstraße 3-5

78462 Konstanz

 

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag 10 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 – 17 Uhr

Mittwoch ab 14 Uhr sowie jeden ersten Sonntag im Monat Eintritt frei

Eintritt: € 3,--, Gruppen ab 10 Personen jeweils € 1,50

 

 

Im Herzen von Konstanz, im ehemaligen jüdischen Viertel der Stadt, befindet sich das historische Rosgartenmuseum. Der charmante Mittelalterbau „Zum Rosgarten“ war zunächst das Zunfthaus der Metzger, nach deren Auflösung wurde es als Trinkstube, Kaserne und zu vielen anderen Zwecken genutzt. Als der Stadtrat, Apotheker und Naturaliensammler Ludwig Leiner beschloss ein Museum zu gründen, wurde ihm von der Stadt dafür das namensgebende Haus „Zum Rosgarten“ zur Verfügung gestellt, wo es 1870 die Pforten für Besucher aus aller Welt öffnete. Der denkmalgeschützte Leinersaal im Erdgeschoss beherbergt auch heute noch die Sammlung des Museumsgründers.

Neben wechselnden Themenausstellungen präsentiert das Rosgartenmuseum in einer Dauerausstellung epochenübergreifende Exponate der eigenen Sammlung zur Stadt- und Regionalgeschichte. In dem seit Juli 2013 neu gestalteten Bischofszimmer liegt der Fokus beispielsweise auf Reformation und Gegenreformation im 16. Jahrhundert in Konstanz. Damit wird der Geschichtspfad ergänzt, der im Rosgartenmuseum von historisierenden Darstellungen der Pfahlbautenzeit über Kunst und Architektur der Gotik bis hin zu umstürzlerischen Zeiten Mitte des 19. Jahrhunderts und nicht zuletzt zu den beiden Weltkriegen führt.

Nach der Reise in die abwechslungsreiche Vergangenheit des Bodenseeraumes können sich die Besucher einen Moment der Ruhe sowie eine Stärkung im museumseigenen Café im historischen Anbau und Innenhof gönnen.

 

 

Ausstellungen

29. Juni 2021 bis 9. Januar 2022

Idyllen zwischen Berg und See

Die Entdeckung von Bodensee und Voralpenraum

 

Jacob Suter, Konstanz von Südwesten, um 1832


 

Während der Aufklärung entdeckten Dichter und Maler den wildromantischen Voralpenraum und den Bodensee: Goethe machte hier Station, der Landschaftsmaler Joseph Anton Koch studierte die erhabenen Wunder der Alpen, die Dichter Gustav Schwab, Annette von Droste-Hülshoff und Eduard Möricke verewigten dieses alemannische Arkadien in berührenden Idyllen. Sie lobten das Licht, die schroffe Bergwelt, Klöster und Ruinen sowie die verträumte Freundlichkeit der Hirten und Seeanwohner. Gekrönte Häupter wie der badische Großherzog und der württembergische König bezogen am Bodensee ihre Sommerresidenzen.

Im frühen 19. Jahrhundert kletterten vorwiegend englische Gentlemen in die Berge des Voralpenlandes. Sie schwärmten für die steinernen Zeugen vergangener Zeiten und sprangen am Bodenseeufer vergnügt ins Schwimmbecken der ersten „Badeanstalten“. Rasch wurde die Landschaft zum Anziehungspunkt für junge Künstler, aber auch für vermögende Kurgäste, Bildungsreisende und großbürgerliche „Sommerfrischler“. Der beginnende Reiseboom benötigte Infrastruktur: Es wurden Hotelpaläste, Seebäder und Wanderhütten gebaut. Die Neuentdeckung der „regionalen Küche“ und der Weinbau machten den Aufenthalt angenehm, Dampfschiffe brachten die Touristen von Ufer zu Ufer.

Hier ansässige Künstler, Lithografen und Verleger bedienten die Nachfrage nach Souvenirs: In ihren gedruckten Ansichten verbreiteten sie ein Abbild der Landschaft zwischen Säntis und Rheinfall, das romantische Vorstellungen einer biedermeierlichen Idylle tradierte – manches davon prägt bis heute die touristische Vermarktung.

Die Konstanzer Sonderausstellung zeigt Spitzenwerke dieser grafischen Kunst aus Museen und privaten Sammlungen zwischen Appenzellerland, Bodensee und Rhein: Kolorierte Lithografien, Stiche und farbkräftige Gouachen die zum Lob einer untergehenden Welt wurden, während das Überkommene durch Industrialisierung und Massenverkehr bereits überrollt wurde. Frühe Andenken, einmalige Zeugnisse aus großbürgerlichen Hotelpalästen und Relikte adligen Lebens aus Schlössern der Landschaft illustrieren sowohl Umbrüche als auch das Beharrungsvermögen im langen 19. Jahrhundert.

Ein Kooperationsprojekt des Rosgartenmuseums Konstanz mit den Museen Appenzell, Volkskundemuseum Stein, Museum Heiden, Landesmuseum Vorarlberg und dem Turmhof Steckborn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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